Printerumfrage 11: Internet auf Papier

Eine Maßnahme der Druckkostensenkung in Unternehmen hat inzwischen deutliche Auswirkungen auf das Druckvolumen von privaten Anwendern. Die Printerumfrage11 spiegelt dies bei der Analyse der privaten Druckgewohnheiten (Druck am heimischen Druckgerät) wider: Die Auslagerung professionellen Drucks an die Endanwender. Unternehmen, die beispielsweise ein eigenes Druckzentrum betreiben oder einen Dienstleister für Drucksachen beschäftigen, sollten sich mit diesem Trend auseinandersetzen und die durch elektronische Kundenkommunikation möglich werdende Einsparung prüfen.

Große Unternehmen, allen voran Telekommunikationsunternehmen, lagern die Druckjobs an ihre Kunden aus. War es früher gang und gäbe, dass Rechnungen per Brief monatlich beim Kunden eintreffen, müssen Kunden heutzutage für Papierrechnungen einen Aufpreis zahlen oder die kostenlose PDF-Rechnung wählen. Gleichzeitig bietet nahezu kein Unternehmen für seine elektronisch erstellten Rechnungen eine Archivierungsmöglichkeit an – der Kunde muss sich darum selbst kümmern. Eine elektronische Archivierung ist wiederum nicht für jeden problemlos zu handhaben – ausdrucken und abheften ist einfacher. Dass Anwender häufig Rechnungen privat ausdrucken, belegt die Printerumfrage. So gaben 59% an, dass sie Telekommunikationsrechnungen selbst zu Papier bringen. Nur 14% erhalten die Rechnung für Internet, Festnetz oder Handy noch auf Papier. Noch häufiger drucken sich die Anwender Behördenformulare aus (66%) – auch die Öffentliche Hand verlagert ihre Druckjobs also in Richtung Privatanwender. Ebenfalls häufig gedruckt werden Zug- oder Flugtickets (52%) oder Reservierungen und Eintrittskarten (52%). Die einzige Dokumentenart, die häufiger auf Papier zugestellt als vom Privatanwender ausgedruckt wird, sind Rechnungen von Strom-, Gas-, Wasser-Unternehmen. Insgesamt sorgt diese Auslagerung vor allem dazu, dass der Massendruck abnimmt, der vorzugsweise in Hausdruckereien und großen Druckstraßen erstellt wird. Auf das Office-Druckvolumen hat dieser Trend allerdings keine Auswirkung, denn die Massenbriefe wurden und werden in der Regel nicht vom einzelnen Mitarbeiter im Büro auf dem Multifunktionsgerät oder Drucker zu Papier gebracht. Anbieter von Druckgeräten für den Privatgebrauch dürften über den Trend der Verlagerung von Druckjobs in Richtung Privatanwender hingegen erfreut sein.